BAföG-Statistik 2012

Januar 29th, 2014 von Anita

18.07.2013: 979.000 Personen erhielten im Jahr 2012  in Deutschland Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG): Danach stieg die Zahl der Empfänger gegenüber 2011 um knapp 17.000 bzw. 1,7 %. Unter den Geförderten waren 671.000 Studierende und 308.000 Schülerinnen und Schüler. Während die Zahl der geförderten Schüler und Schülerinnen zurückging (– 3,4 %), wurden im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Studierende gefördert (+ 4,3 %).

Die Förderung erstreckte sich zum Teil nicht über das volle Jahr. Im Durchschnitt wurden je Monat 630.000 Personen (190.000 Schüler, 440.000 Studierende) gefördert (+ 2,4 %).

47 % der BAföG-Empfänger/innen (rund 457.000) erhielten eine Vollförderung, also den maximalen Förderbetrag. Die Höhe des Förderbetrages hängt von der Ausbildungsstätte (etwa Berufsfachschule oder Hochschule) und der Unterbringung (etwa bei den Eltern oder auswärts) ab.

Die Ausgaben des Bundes und der Länder 3,28 Milliarden Euro und somit rund 98 Millionen Euro (3,1 %) mehr als im Vorjahr. Davon wurden 95 Millionen Euro) für die Studierendenförderung bereitgestellt.

 

Quellen: Deutsches Studentenwerk / Statistisches Bundesamt

 

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Studienkredit-Test: “Nicht alles Gold was glänzt”

November 14th, 2013 von Anita

30.06.2013: Die Finanzierung des Studiums per Kredit wird günstiger: Das allgemein sinkende Zinsniveau schlägt sich auch bei Studienkrediten nieder. Das geht aus dem Studienkredit-Test 2013 des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), einer Forschungseinrichtung der Bertelsmann Stiftung und der Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz, hervor.

Insgesamt stehen in Deutschland ca. 850 Millionen Euro für Studienkredite zur Verfügung. Sie werden bereitgehalten von staatlichen Anbietern, Studentenwerken, bundesweit tätigen Banken, regional verankerten Sparkassen und Volks-/Raiffeisenbanken sowie Bildungsfonds. Am beliebtesten sind mit weitem Abstand, zwei staatliche Angebote:

Die Hälfte aller Vertragsabschlüsse entfiel 2012 auf den KfW-Studienkredit, der mit maximal 650 Euro pro Monat jetzt auch Zweitstudiengänge, Weiterbildung und Promotionsvorhaben finanziert.

19.000 Abschlüsse verzeichnete der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamtes, der in fortgeschrittenen Studienphasen einen Abschluss ermöglichen soll.

 

Im Test wurden insgesamt 33 Studienkredite und Bildungsfonds unter Aspekten wie Zinshöhe, maximales Finanzierungsvolumen und Flexibilität der Darlehen, bewertet. Rund 50.000 Studierende schließen pro Jahr einen Studienkredit-Vertrag neu ab – da ist es hilfreich, einen Durchblick im Kreditdschungel zu haben. Die verschiedenen Studienkredit-Angebote unterscheiden sich nämlich bei Zinssätzen zwischen 1,33 % und 8,90 % (effektiv) nicht nur auf der Kostenseite deutlich, sie sprechen auch ganz unterschiedliche Zielgruppen an. Ulrich Müller, Projektleiter des CHE rät daher:

 

“Genau prüfen ob das Angebot zu den eigenen Bedürfnissen passt und das Kleingedruckte lesen.”

 

Denn, der Zinssatz der Rückzahlungsphase etwa wird bei manchen Anbietern erst nach dem Studium vereinbart. Die Deutsche Bank sowie die Sparkassen Essen, Herford, Leipzig, Lübeck und Bodensee lassen die Rückzahlungsmodalitäten zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses offen und legen die Zinshöhe erst bei Fälligkeit des Kredits fest. Der Zinssatz für die Rückzahlungsphase ist allerdings eine entscheidende Stellschraube: Er bezieht sich auf die gesamte bis dahin ausgezahlte Darlehenssumme, und die Rückzahlung dauert deutlich länger als die Auszahlung. Ulrich Müller: “Hier braucht ein Kreditnehmer von Anfang an Klarheit und Sicherheit. Nach dem Studienabschluss sollten Absolventen sich auf den Berufseinstieg konzentrieren können.”

 

Den ganzen Test findet ihr HIER

 

Quellen: CHE / Wirtschaftswoche / Spiegel Online

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Zeitsparer-News: Studienanfängerzahlen auf Rekordhoch

September 23rd, 2013 von Anita

24.06.2013: Die höchste in Deutschland jemals verzeichnete Studienanfängerquote: Erstmals nahm 2011 mehr als die Hälfte der jungen Menschen (rund 51 %) ein Hochschulstudium auf. Laut Umsetzungsbericht für 2011 zum Hochschulpakt haben sich 518.748 Studis an den Hochschulen eingeschrieben. Das sind rund 74.000 mehr als im Jahr 2010 und über 156.000 mehr als im Jahr 2005.

Besonders beliebt sind die Fachhochschulen: Dort sind die Studienanfängerzahlen seit 2005 um mehr als 60 % gestiegen. An den Universitäten um 34 %.

2008 haben Bund und Länder auf dem Bildungsgipfel in Dresden das Ziel vereinbart, 40 % eines Altersjahrgangs für ein Hochschulstudium zu gewinnen – somit wurde das Ziel nicht nur erreicht, sondern deutlich übertroffen.

Ein erheblicher Teil der Hochschulpaktmittel wurde für Personal verwendet. So liegt die Zahl
des hauptberuflichen wissenschaftlichen und künstlerischen Personals 2011 um fast 27 %
höher als 2005, die Zahl der Lehrbeauftragten um fast 55 %. Die Anzahl der Professorinnen
und Professoren nahm jedoch nur um über 13 % zu.

 

Quellen: Gemeinsame Wissenschaftskonferenz GWK / Bericht zur Umsetzung des Hochschulpaktes 2020 im Jahr 2011

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Zeitsparer-News: Aufstockung des Hochschulpakts

September 23rd, 2013 von Anita

13.06.2013: Zusätzliche Milliarden für neue Studienplätze: Geburtenstarke und doppelte Abi-Jahrgänge aufgrund der G8-Reform und die Aussetzung der Wehrpflicht sorgen bundesweit für überfüllte Hörsäle. In den Jahren 2006 bis 2011 stieg daher die Zahl der Studienanfänger von 345.000 auf fast 520.000. Die Prognosen werden jedes Jahr durch die Zahl der Studienanfänger übertroffen, daher einigten sich die Ministerpräsidenten mit Angela Merkel auf eine Aufstockung des Hochschulpakts: Bis 2015 werden vom Bund weitere 2,2 Milliarden Euro bereitgestellt. Die Länder verpflichteten sich, eine “vergleichbare zusätzliche finanzielle Leistungen” zu erbringen. Insgesamt hat der Pakt nun ein Volumen von rund 14 Milliarden Euro. Doch der Pakt ist bis 2020 befristet, weil der Bund den Ländern laut Grundgesetz nicht dauerhaft Geld für Bildung geben darf.

Trotz der hohen Summe von 14 Milliarden, fehle jedoch Geld für ausreichend Masterstudienplätze, für eine echte Bafög-Reform und für weitere Studentenwohnungen, so Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes. “Da muss man abwarten, was nach der Bundestagswahl 2013 passiert.”

 

Quellen: Zeit Online / Frankfurter Allgemeine Zeitung / bildungsklick

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Zeitsparer-News: Mieten fressen Bafög auf

Juni 18th, 2013 von Anita

20.04.2013: In den Städten steigen die Mieten rasant: Citynaher Wohnraum ist begehrt – und >das kriegen besonders die Studenten zu spüren. Ein Beispiel ist Münster: Die Fahrradstadt hat sich bundesweit zu einem der teuersten Pflaster für Studierende entwickelt – vor Heidelberg oder Freiburg. „Studenten müssen im Durchschnitt zwischen 320 und 370 Euro für eine Wohnung ausgeben“, sagt Christian van Bebber, Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA). Das Geld reiche, gerade in den Städten, in denen in den die Mieten in den vergangenen Jahren um 30 Prozent gestiegen sind, kaum mehr zum Leben aus. Ein einfaches Modell macht es bei BAföG-Empfängern deutlich: Im Durchschnitt bekommen Studenten 436 Euro monatlich, der Höchstsatz liegt bei 670 Euro.

Auch aus diesem Grund hängt für 70 Prozent der Studierenden das eigene Studium von der finanziellen Unterstützung ihrer Eltern ab.

 

Quellen: Studierendenvertretung Uni Münster   URL: www.asta.ms / Westfälische Nachrichten / www.zeit.de

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Große Chance: DAAD startet Nachwuchsprogramm für Informatiker

Juni 18th, 2013 von Anita

19.04.2013: Internationale Forschungsaufenthalte in der Informationstechnologie: Mit dem neuen Programm „FITweltweit“ ermöglicht der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) forschungsorientierte Auslandsaufenthalte von Masterstudierenden, Promovenden und Postdoktoranden im Bereich der Informatik.

 

„Internationale Forschungsaufenthalte erhöhen auch für Informatiker die Chancen auf eine wissenschaftliche Karriere, bieten Zugang zu wichtigen Forschungsprojekten und erschließen neue Horizonte. Genau diese Qualifikationen braucht Deutschland, um seine internationale Spitzenstellung in der Kommunikations- und der Informationstechnologie langfristig zu sichern“, erklärt Margret Wintermantel, Präsidentin des DAAD.

Mit einem Budget von 8,8 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden mit diesem Programm in den nächsten fünf Jahren Auslandsaufenthalte auf verschiedenen Qualifikations- und Karrierestufen unterstützt. Studierende und Promovenden können im Rahmen der Masterarbeit oder Promotion Forschungsarbeiten aus der Informatik im Ausland durchführen. Postdoktoranden erhalten die Möglichkeit, am International Computer Science Institute (ICSI) in Berkeley oder am National Institute of Informatics (NII) in Tokyo Projekte mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren zu realisieren.

„In allen Programmlinien ist eine Bewerbung jederzeit möglich und die Stipendienlaufzeit kann flexibel gewählt werden, damit sich der Auslandsaufenthalt optimal in den aktuellen Forschungsplan und die mittelfristige Karriereplanung einbinden lässt“, erläutert der zuständige Referatsleiter, Dr. Christian Schäfer.

 

 

LINK: https://www.daad.de/ausland/studieren/stipendium/de/19047-internationale-forschungsaufenthalte-in-der-informationstechnologie-fitweltweit/

 

Quellen: DAAD

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Zeitsparer-Fokus: Gegen das Aufschieben im Studium 4

April 22nd, 2013 von Anita

Du vermeidest es, dich einer Aufgabe, die erledigt werden muss, konsequent, zeitnah und relativ stressfrei zu widmen? Du erledigst stattdessen andere, weniger wichtige Dinge?

 

 

Heutige Themen:

Umgang mit sozialen Ablenkungen

Umgang mit gedanklichen Ablenkungen

 

Soziale Ablenkungsfaktoren: Freunde, Mitbewohner etc.

Gedankliche Ablenkungsfaktoren: Gedanken an unerledigte Aufgaben, Gednken schweifen ab, „Ich könnte mal wieder meine Mails checken“, etc.

 

Strategie  →  Wenn-Dann-Sätze


Wenn-Dann-Sätze helfen dir eine Strategie zu entwickeln, deinen Ablenkungen zu widerstehen, alte Gewohnheiten zu durchbrechen sowie unmittelbar und automatisch zu handeln.

 

Sie bestehen aus:

-          der Definition einer Ablenkung (sozial / gedanklich) → Wenn-Teil

-          dem Festlegen eines Verhaltens, das auf die Ablenkung folgt und das dir helfen soll dein Ziel zu verfolgen → Dann-Teil

 

Wenn-Dann-Sätze sind immer gleich aufgebaut und folgen einem Schema:

-          “Wenn eine bestimmte Situation eintritt, dann möchte ich ein bestimmtes Verhalten ausführen!”

Und zwar ein anderes Verhalten, das ich bisher gezeigt und ausgeführt habe!

 

Beispiel: Wenn ich denke, dass ich eigentlich noch 1000 andere Dinge erledigen müsste und zum Lernen eigentlich keine Zeit habe, dann setze ich mir Prioritäten / mache eine Prioritätenliste und reserviere mir zumindest einen Teil des Tages zum Lernen.

 

Bei sozialen Ablenkungen ist es wichtig das Nein-Sagen zu lernen und/oder zu üben. Möchte man eigentlich noch einen Text in der Bib lesen, aber Freude fragen, ob man einen Kaffee trinken gehen will, ist die Versuchung groß. Nein-Sagen fällt in solchen Situationen oft schwer.

Allderings spricht nichts dagegen, sich Pausen zu nehmen, jedoch sollte man diese von Ablenkungen klar unterscheiden.

 

Es hilft, wenn Wenn-Dann-Sätze:

-          aufgeschrieben werden (z.B. auf bunten Karten oder Post its)

-          am Lernplatz hingelegt werden

-          mit in die ablenkenden Situationen genommen werden

-          durch lautes Sprechen eingeübt werden

-          nach der Einübung nur noch leise oder mental ausgesprochen werden

Konstante Wiederholungen der Wenn-Dann-Sätze, um diese zu verinnerlichen (wie das Autofahren).

 

Übungen:

1. Umgang mit den stärksten sozialen Ablenkungen

Bilde “Wenn-Dann-Sätze”, die dir helfen sollen, deinen sozialen Ablenkungen zu widerstehen und dein Lernziel zu verfolgen.

2. Umgang mit den stärksten gedanklichen Ablenkungen

Bilde “Wenn-Dann-Sätze”, die dir helfen sollen, deinen gedanklichen Ablenkungen zu widerstehen und dein Lernziel zu verfolgen.

 

Quelle  Bild 1: Nissan Blog / eigene Bearbeitung

nachfolgende Bilder Pixelio.de / Fotolia.de

 

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Zeitsparer-Fokus: Gegen das Aufschieben im Studium 3

April 14th, 2013 von Anita

Du vermeidest es, dich einer Aufgabe, die erledigt werden muss, konsequent, zeitnah und relativ stressfrei zu widmen? Du erledigst stattdessen andere, weniger wichtige Dinge?


 

Heutige Themen:

Gestaltung des optimalen Lernplatzes

Selbstbelohnung und Selbstmotivation

 

 

Tipps zur Lernplatzgestaltung

  • Lernen auf dem Bett erhöht die Einschlafgefahr. Außerdem können Schlafstörungen auftreten, wenn das Gehirn lernt (unbewusst) die Schlafstätte mit aktiven Tätigkeiten zu verbinden.
  • Der Lernplatz sollte ablenkungsarm sein – alle Dinge (Fotos, Handy, Fernbedienung, Zeitschriften, PC-Spiele etc.), die dich ablenken könnten, sollten entfernt werden
  • In der WG: Häng ein Schild an die Tür (Lernzeit; Bitte nicht stören, o.ä.), so dass du ungestört lernen kannst
  • Sortiere deine Unterlagen z.B. mit Hilfe von Ablageflächen – aufteilen in “schon bearbeitet”, “aktuell in Bearbeitung”, “noch zu bearbeiten”
  • Richte deinen Desktop so ein, dass er möglichst wenige Ablenkungen bietet und lass Seiten wie Facebook etc. beim Lernen nicht offen
  • Abgrenzung ist wichtig! Vor allem zu Entspannungsplätzen – ein Raumteiler oder eine farbliche Abgrenzung des Lernplatzes können hilfreich sein, um Wohnen und Lernen zu trennen

 

Selbstbelohnung


 

Die Selbstbelohnung kann dir helfen, ein Verhalten häufiger zu zeigen – in dem Fall das Arbeiten für die Uni. Das Ziel ist es, mit dem Lernen etwas Positives zu verbinden. Du solltest dir also nach der Ausführung eines zuvor festgelegten Verhaltens etwas Gutes tun. Dabei können Ablenkungen, die dich normalerweise vom Lernen abhalten, gut als Belohnung eingesetzt werden. Wenn du z.B. zu der von dir geplanten Uhrzeit mit dem Lernen begonnen hast, belohne dich mit dem sonst ablenkenden Verhalten.

 

-          Lege dein Verhalten, das du belohnen willst, eindeutig fest!

-          Lege deine Selbstbelohnung eindeutig fest!

-          Belohne dich erst, wenn du das zu belohnende Verhalten

gezeigt hast!

-          Belohne dich zeitnah!

 

Bestrafungen (oder Selbstvorwürfe) bei nicht erbrachter Lernleistung sind kontraproduktiv, da dadurch der negativ besetzte Anreiz des Lernens zusätzlich verstärkt wird Bsp: Konsequenzen in Form von dysfunktionalen Gedanken: „Das lernen bringt eh nichts – das habe ich letztes Mal auch nicht geschafft“  Folge: Teufelskreis → das Lernen wird zunehmend aversiver.

 

Wichtig: Jede erbrachte Lernleistung, sollte positiv verstärkt werden, selbst, wenn man den Lernplan nicht erfüllt hat. Denn das Ziel besteht darin, den negativen Anreiz des Lernens zu löschen und stattdessen das Lernen zu fördern, so dass es irgendwann zu einem festen Bestandteil des Alltags wird. Man sollte eher reflektieren, wieso das Lernziel nicht erreicht werden konnte. War der Lernplan realistisch? Habe ich mich ablenken lassen? usw.

Ziel: Lernsituation beim nächsten Mal effektiver zu gestalten!

 

Übungen:

1. Mache ein Brainstorming und sammle Ideen, wie du dich in Zukunft belohnen kannst. Lass deiner Phantasie freien Lauf!

 

2. Erstelle eine Belohnungsliste

Menschen, mit denen du mehr Zeit verbingen möchtest, aber häufig keine Gelegenheit besteht.

Orte, an denen du gerne Zeit verbringen würdest, aber selten Gelegenheit dazu hast.

Gegenstände, die du nicht besitzt, aber gerne hättest und dir auch prinzipiell leisten könntest (Sparen als längerfristiges Ziel möglich).

Aktivitäten, denen du dich gerne häufiger als zurzeit widmen würdest.

→ Wähle 3 Belohnungen aus, die für dich positiv wären und die du in deiner momentanen Situation umsetzen könntest.

Tipp: Häufig hat man ein schlechtes Gewissen etwas zu tun, irgendwo hinzufahren oder jemanden zu treffen, weil man eigentlich lernen sollte. Daher kann man solche Aktivitäten bewusst als Belohnung einplanen. Man weiß, dass man vorher etwas erledigt hat und es gibt kein schlechtes Gewissen.

(Fehm, L. / Fydrich 2011)

 

3. Überlege, wie du dich an deinem Lerntag belohnen möchtest und nach welchem Verhalten (z.B. 10 Seiten lesen, 30 Minuten Schreiben) du dich belohnen wirst.

 

Aufgaben:

Protokolliere weiter deine Lerntage und setz dir ein Trainingsziel! Denk an die To-Do-Liste!

 

 

Literatur:

Fehm, L./Fydrich, T. (2011): Prüfungsangst: Fortschritte der Psychotherapie, Hogrefe-Verlag: Göttingen

 

 

Quelle Bild 1: Nissan Blog / eigene Bearbeitung

Bild 2: Marianne J. / pixelio.de

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Zeitsparer-Fokus: Gegen das Aufschieben im Studium 2

April 7th, 2013 von Anita

Du vermeidest es, dich einer Aufgabe, die erledigt werden muss, konsequent, zeitnah und relativ stressfrei zu widmen? Du erledigst stattdessen andere, weniger wichtige Dinge?


 

Heutige Themen:

Unterteilen des Trainingsziels in Teilziele

Realistisches Planen des Trainingsziels

Einführung in den Gebrauch der To-Do-Liste

 

Warum sind Ziele wichtig?

 

Eine Studie über Ziele in Harvard, 1979-1989

In dem Buch What They Don’t Teach You in the Harvard Business School schreibt Mark McCormack über eine Untersuchung, die 1979 unter Studenten des MBA-Programms in Harvard durchgeführt wurde. In diesem Jahr wurden die Studenten gefragt: „Haben Sie sich klare, schriftlich festgehaltene Ziele für ihre Zukunft gesetzt und Pläne gemacht, um sie zu erreichen?“ Nur drei Prozent der Graduierten hatten schriftlich festgehaltene Ziele und Pläne; 13 Prozent hatten Ziele, sie aber nicht schriftlich niedergelegt; und die überwältigende Mehrheit von 84 Prozent hatte überhaupt keine konkreten Ziele.

Zehn Jahre später wurden dieselben Personen erneut befragt, und die Ergebnisse waren zwar in gewisser Weise vorhersehbar, aber dennoch erstaunlich. Die 13 Prozent, die Ziele gehabt hatten, verdienten im Durchschnitt mehr als doppelt so viel wie diejenigen ohne jegliche Ziele. Und was war mit den drei Prozent, die klare, schriftlich festgehaltene Ziele gehabt hatten? Sie verdienten im Durchschnitt zehnmal so viel wie die anderen 97 Prozent zusammen.

 

Formuliere deine Teilziele!

Das Teilziel sollte auf den Punkt gebracht werden (nicht schwammig).

Das Teilziel sollte für dich wirklich erreichbar sein.

 

Teilziele  Bsp. Hausarbeit


  • Auswahl des Themas
  • Recherche von Literatur (falls nicht vorgegeben)

Gibt es Datenbanken?

Welche Suchbegriffe kann man verwenden? Welche kann man kombinieren?

  • Sichten der Literatur

Einschätzen der Relevanz

Herausarbeiten der Kernaussagen

Aussortieren von ungeeigneten Informationen

  • Ableiten der Hauptfragestellung/Ziele der Schreibaufgabe
  • Erstellung der Gliederung
  • Zeitplan erstellen

Berücksichtigung von Stoffumfang und Schwierigkeit

Wie schnell kann ich ein Kapitel schreiben? → Überprüfen der persönlichen Arbeitsgeschwindigkeit am konkreten Material

Abschätzung der Anzahl benötigter Arbeitstage auf Basis der persönlichen Arbeitsgeschwindigkeit

  • Zusammenfassen von Literatur entsprechend der Gliederung
  • Schreiben der Kapitel
  • Event. Rücksprache mit Dozenten
  • Event. Feedback zu den Inhalten von Anderen
  • Ggf. inhaltliche Überarbeitung des Textes
  • Korrektur lesen lassen auf Rechtschreibfehler und Grammatik
  • Überarbeitung
  • Drucken

 

Tipps zur realistischen Planung

 

  • Berechne deine wöchentliche Arbeitszeit! (Ein zu hohes Arbeitspensum kann auf Dauer nicht bewältigt werden!)
  • Grundsätzlich sollte dein Ziel sein, tagsüber fürs Studium zu arbeiten, damit du auch einen richtigen Feierabend erleben kannst und für den nächsten Arbeitstag ausgeruht bist!
  • Plane einen freien Tag in der Woche ein! Erholung ist wichtig!
  • Nimm dir jeden Tag bewusst Zeit für (erholsame) Aktivitäten!
  • Setze dir einen klaren Zeitpunkt, zu dem du mit dem Arbeiten beginnst!
  • Setze dir ein Startzeichen, das dir den Arbeitsbeginn signalisiert (z.B. Musik hören/nach den Nachrichten/erst einen Tee trinken → Ritual)!

Verlange nicht von dir, einen besonderen inneren Zustand zu erlangen (z.B. Lust, gute Laune etc), damit du mit dem Arbeiten beginnen kannst!

  • Mache regelmäßige Pausen!
  • Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Konzentration durchschnittlich

nach 70 – 80 Minuten nachlässt. 5 Minuten Pause reichen schon zur Erholung aus. Durch regelmäßige Entspannung werden Informationen besser verarbeitet und behalten (Reminiszenz-Effekt)!

  • Lege die Dauer deiner Pausen fest!

Mache etwas ganz anderes als zuvor!

  • Lege eine Uhrzeit für deinen Feierabend fest! Auch wenn es gerade gut läuft, solltest du mit der Arbeit aufhören, damit deine Motivation aufrechterhalten bleibt!
  • Liste vor dem Feierabend auf, welche Aufgaben am nächsten Tag anstehen und mit welcher Aufgabe du beginnen willst!
  • Plane bei allen Aufgaben Pufferzeit ein!

 

To-Do-Liste

 

  • Vorstufe der Lernplanung
  • Alle Aktivitäten, die für den folgenden Lerntag anstehen, werden aufgeschrieben
  • Für alle Aktivitäten wird die benötigte Zeit geschätzt

Die Liste verdeutlicht dir, welche Dinge noch anfallen, wie viel Zeit sie in Anspruch nehmen, wie viel Zeit du für dein Trainingsziel zur Verfügung hast und ob wirklich alles zu schaffen ist oder du Prioritäten setzen müsstest.


To-Do-Liste

 

Literatur:

www.uni-bielefeld.de/erziehungswissenschaft

www.uni-bielefeld.de/ZSB

 

Quelle Bild: Nissan Blog / eigene Bearbeitung

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Zeitsparer-Fokus: Gegen das Aufschieben im Studium 1

März 28th, 2013 von Anita

Du vermeidest es, dich einer Aufgabe, die erledigt werden muss, konsequent, zeitnah und relativ stressfrei zu widmen? Du erledigst stattdessen andere, weniger wichtige Dinge?


 

Heute ist es soweit – wir verabschieden uns von der Prokrastination.

Zunächst gebe ich euch einen Überblick über das Thema und dann ein paar Übungen gegen das Aufschieben. In den nächsten Folgen wird sich das Thema immer mehr vertriefen und weitere Übungen werden hinzukommen, die teilweise aufeinander aufbauen.

 

Dabei ist es wichtig:

Um Erfolge in der Bekämpfung der Prokrastination zu erhalten und eine dauerhafte Veränderung herbeizuführen, ist es wichtig, die Strategien regelmäßig anzuwenden und einzuüben!

 

 

Was ist Prokrastination?


procrastinare = etwas auf einen anderen Tag verlegen oder verschieben

 

Typische Gedanken:

-          Ich warte, bis ich in der richtigen Stimmung bin.

-          Ich fange morgen an.

-          Ich muss erst noch all die anderen Sachen erledigen.

-          Es ist zu anstrengend.

-          Ich habe noch jede Menge Zeit.

-          Ich arbeite sowieso unter Druck besser, also mache ich es später.

-          Ich habe einfach keine Lust.

-          …

(Rückert 2006, S.13)


Dabei ist das Aufschieben von Aufgaben im Studium unter Studierenden weit verbreitet (Opitz, 2004).

Ca. 50% von Befragten geben an, den Beginn von Aufgaben schon mal bis zur letzten Minute hinauszuzögern.

23% der Studierenden empfinden das Aufschieben als Problem.

61% der Studierenden wollen ihr Aufschiebeverhalten verringern.

 

Das Aufschieben ist eine Gewohnheit und – das ist die gute Nachricht – mit etwas Übung ein veränderbares Phänomen.

 


Übungen:

1. Um dich und dein Verhalten zu reflektieren, beantworte dir folgende Fragen:

Was schiebst du im Studium auf?

Was machst du anstatt dich mit deiner eigentlich vorgenommenen Aufgabe zu beschäftigen?

Welche Folgen hat das Aufschieben im Studium für dich?

Warum möchtest du etwas an deinem Aufschiebeverhalten ändern?

 

2. Setz dir zunächst ein festes Trainingsziel!

Es soll dich in deinem Studium voranbringen und einen projektähnlichen Charakter haben. Beispiele für Trainingsziele sind das Erstellen einer Hausarbeit, die Erarbeitung eines Referats oder die Vorbereitung auf eine Prüfung.

Das Trainingsziel ist wichtig, um die Forschschritte zu erkennen und sie zu reflektieren.

 

3. Es ist wichtig, deine Lerntage (wenn du große Probleme hast, anzufangen, dann nimm dir zunächst einen Tag in der Woche und steigere dich langsam) zu planen und zu protokollieren. Das hilft dir, deinen Lerntag besser zu strukturieren, dein Arbeitsverhalten zu beobachten, dich selbst zu kontrollieren sowie Veränderungen und Fortschritte zu beobachten.

 

Aufgaben:

Protokolliere deine Lerntage und setz dir ein Trainingsziel. Welche Teilziele umfasst dein Trainingsziel – schreib es auf!

Bsp: Teilziele zum Trainingsziel „Schreiben einer Hausarbeit“:

-          Auswahl des Themas

-          Recherche von Literatur (falls nicht vorgegeben)

-          Sichten der Literatur

-          Ableiten der Hauptfragestellung/Ziele der Schreibaufgabe

-          Erstellen der Gliederung

-          Erstellen des Zeitplans

-          …

-          …

 

Mein Trainingsziel

Protokollbogen

Fragen zum Lerntag

 

Literatur:

Rückert, Hans-Werner (2006): Schluss mit dem ewigen Aufschieben: Wie Sie umsetzen, was Sie sich vornehmen. 6. Auflage, Campus Verlag: Frankfurt am Main / New York

Opitz I. (2004): Arbeitsstörungen bei Studierenden – Aufschieben, Versagens- und Bewertungsangst. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

 

Quelle Bild: Nissan Blog / eigene Bearbeitung

 

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