Zeitsparer-News: Soziale Netzwerke schädigen soziale Kompetenz

August 9th, 2012 von Anita

14.06.2012: Unsere direkte Kommunikation verkümmert – Kommunikationsexperte Robert Spengler warnt: In der Körpersprache gibt es über 100.000 nonverbale Zeichen, die den Verlauf eines Dialogs erheblich beeinflussen. Der Online-Dialog ist effizienzgetrimmt. Am Bildschirm würden wir nur einen Bruchteil davon wahrnehmen – wenn wir die Signale nicht verzerren. Die sozialen Netzwerke drohen vom sozialen Leben abzuschneiden. Und die E-Mail-Flut ertränkt die Sprachfähigkeit. Begegnungen in der realen Welt würden mit virtuellen Kontakten ersetzt. In der S-Bahn, im Bus und während Wartezeiten greife man fast schon reflexhaft nach dem Handy. Manche tun das sogar mitten im zwischenmenschlichen Gespräch.

Das kann gefährliche Folgen haben – nicht nur in der Freizeit, sondern auch und gerade im Beruf und Studium. Wir würden auf dramatische Weise unsere Kompetenz mit Kollegen und Vorgesetzten beziehungsweise Kommilitonen und Dozenten erfolgreich zu kommunizieren. Wir reden nicht mehr, wir schreiben “mal schnell ‘ne Mail”. Und die fällt dann entsprechend oberflächlich, widersprüchlich oder fehlerhaft aus.

Künstliche Kommunikation erleichtere uns im Arbeitsleben vieles. Doch wie immer, wenn man sich etwas zu oft zu leicht mache, drohen wichtige Fähigkeiten zu verkümmern. Auf Menschen zuzugehen, ein Gespräch zu entfalten, Sympathien zu gewinnen – all das brauche laut Spengler Training. Niemand werde schließlich vom Anschauen eines Fußballspiels fit. Wir müssten uns schon selbst zum Joggen aufraffen oder zum Gewichte stemmen ins Studio gehen.

 

 

 

Quellen: Spengler, Robert: Menschengewinner. Die besten Strategien, mit anderen ins Gespräch zu kommen und sie von sich zu überzeugen. Ariston, 2012 / www.robert-spengler.de /Welt Online

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